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Endlich getraut // Meine Erfahrungen mit einer Wimpernverlängerung

Vor ein paar Jahren habe ich mir falsche Nägel machen lassen. Nicht diese langen, künstlichen Krallen inklusive Neonfarbe, sondern eine einfache Naturnagelverstärkung aus durchsichtigem UV-Gel. Damals waren meine eigenen aus beruflichen Gründen sehr brüchig und fand es deshalb schön, endlich mal wieder Nägel zu haben, die mehr als einen Millimeter über die Fingerkuppe hinausragen – einerseits. Andererseits war das irgendwie nicht ich und ich ertappte mich immer öfter dabei, wie ich meine Finger, als die Nägel länger wurden, vor anderen versteckte, um von ihnen nicht als „Tussi“ abgestempelt zu werden. Denn seien wir mal ehrlich, oft ist es doch so: Sobald wir uns die Nägel, Haare oder andere Körperteile künstlich verlängern oder vergrößern lassen, landen wir schnell in einer Schublade – Toleranz hin oder her.

Genau dieser Gedanke hielt mich auch schon seit Jahren davon ab, endlich eine Wimpernverlängerung auszuprobieren, obwohl es mich immer in den Fingern juckte. Würde sie jedem sofort ins Auge fallen? Oder furchtbar unnatürlich aussehen? Und im schlimmsten Fall mein Aussehen komplett verändern? Schließlich sind die Augen nicht so schnell zu verstecken wie die Nägel, auch wenn die Sonnenbrille mir als akzeptable Notlösung erschien. Doch als ich eines Abends in meinem Insta-Feed mal wieder auf zahlreichen Fotos die wunderhübschen Augenaufschläge sah – Influencer sei dank – machte ich kurzerhand einen Termin im Kosmetikstudio meines Vertrauens. Und eine Woche später lag ich auch schon auf der bequemen Liege und ließ mir alles ganz genau erklären.

Nach ausführlicher Beratung fiel meine Wahl auf den natürlichen Look, bei dem rund 50 Wimpern pro Auge geklebt werden – ich wollte es für den Anfang schließlich nicht übertreiben. Die Fake-Härchen sind etwa genauso lang wie meine eigenen, in etwa acht Millimeter, bloß geschwungen und nicht gerade. Sie werden einzeln auf die Wimpern geklebt und sehen somit ganz und gar nicht künstlich aus – so hoffte ich zumindest. Nach etwa 45 Minuten durfte ich die Augen wieder öffnen und das Ergebnis im Spiegel betrachten.

Was soll ich sagen: Ich liebe es! Lange, geschwungene und tiefschwarze Wimpern, die kein bisschen „falsch“ wirken. Die schon direkt nach dem Aufstehen wie frisch getuscht aussehen. Die meinen Blick durch ihren Schwung viel wacher wirken lassen, ohne dass ich dafür eine Wimpernzange in die Hand nehmen müsste, oder einen Concealer. Und das Beste: Wimpern, auf die ich in den letzten Wochen nur selten angesprochen wurde, was mir bestätigt, dass sie einfach nur natürlich aussehen. Ganz ohne Tussi-Schublade.

Wimpernverlängerung Erfahrungen

Die wichtigsten Infos zur Wimpernverlängerung

  • Es gibt verschiedene Techniken wie die Einzel- oder Volumentechnik. Lasst euch im Studio für das gewünschte Ergebnis beraten.
  • Die Einzeltechnik ist besonders für Anfänger*innen geeignet und sieht sehr natürlich aus
  • Die Kunstwimpern werden mit Kleber an der eigenen Wimper befestigt und halten so lang, bis diese ausfällt
  • In den ersten 48 Stunden nach der Behandlung darf kein Wasser an eure Augen kommen
  • Anschließend dürft ihr für die Augen nur noch ölfreie Produkte verwenden, zum Beispiel ein mildes Waschgel oder -Schaum. Zweimal am Tag sollten sie gründlich gereinigt werden
  • Verwendet am besten wasserlösliches Augen-Make-up, damit ihr nicht zu viel reiben müsst. Wattepads und Co. sind tabu, weil sich die Fasern in den Wimpern verfangen
  • Je nach Studio kostet die Neumodellage zwischen 100 und 200 Euro
  • Auffüllen müsst ihr alle zwei bis drei Wochen, Kostenpunkt: zwischen 30 und 50 Euro.

Porträt mit Wimpernverlängerung

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