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Step by Step // So findest du deinen eigenen Modestil

Outfit mit Poncho - Teaserbild für So findest du deinen Modestil

Ehrlich gesagt ziehe ich den Hut vor all denjenigen, die bereits ihren eigenen Modestil gefunden haben. Wie gerne würde ich ebenfalls mit solcher Leichtigkeit wie die Supergirls von This Is Jane Wayne oder Stilikonen wie Pandora Sykes solch fabelhafte Looks aus meinem Kleiderschrank hervorzaubern, die meine Persönlichkeit nicht besser unterstreichen könnten und dabei auch noch unglaublich gut aussehen. So weit ist es bei mir aber noch lange nicht und im Prinzip bin ich auch der Meinung, dass es überhaupt selten den einen Stil gibt oder geben muss, sondern wenn dann bloß eine bestimmte Richtung – aber diese zu finden ist eben gar nicht so einfach.

In gewisser Weise ist die folgende Anleitung also gar nicht mal nur für euch geschrieben, sondern richtet sich genauso an mich selbst. Denn auch, wenn ich mich beruflich und privat tagtäglich mit Mode beschäftige, so bleibt mein eigener Kleiderschrank dabei manchmal ganz einfach auf der Strecke. Heute gibt's deshalb ein paar Tipps zur Stilfindung, zu den Voraussetzungen, zur Umsetzung und zum Durchhaltevermögen. Eine modische Herausforderung für 2017 quasi – wer von euch macht mit? 

Outfit mit roten Loafern und Poncho

1. Lass dich inspirieren

Bestimmt stolperst du im Netz regelmäßig über Looks, die dir gefallen. Wieso diese nicht einfach mal abspeichern, um sie sich immer wieder ins Gedächtnis rufen zu können? Auf Pinterest kannst du dir verschiedene Outfit-Pinnwände erstellen, allerdings empfehle ich der Übersicht wegen am Anfang nicht mehr als drei. Das können verschiedene Anlässe sein, unterschiedliche Materialien oder Jahreszeiten. Auch auf Instagram gibt es mittlerweile zum Glück eine Speicherfunktion, mit denen du all deine Lieblingsfotos ruckzuck auf einen Klick wiederfindest. 

Das Sammeln von Inspirationen hat gleich mehrere Vorteile: Nach und nach wirst du sicherlich eine Linie erkennen, welche Stile dir besonders gut gefallen. Außerdem kannst du dir die Fotos immer wieder anschauen, wenn du mal wieder vor deinem Kleiderschrank stehst und überhaupt nichts zum Anziehen hast. Gibt es einen Look, der heute genau zu deiner Stimmung passt? Oder ein Outfit, das du mit eigenen Teilen ähnlich nachstylen kannst? Oder inspirieren dich die Bilder zu einer ganz neuen Zusammenstellung? Die Ideen helfen nicht nur bei akuter Moderatlosigkeit, sondern ebenfalls, um eigene Fashion-Fantasien zu entwickeln. 

2. Miste deinen Kleiderschrank aus 

Schritt zwei zählt zu den Dingen, die wohl die wenigsten von uns gerne tun. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass du dich nach dem Kleiderschrank-Detox garantiert besser fühlen wirst. Wenn du fleißig gepinnt und gespeichert hast, wird es also Zeit, die eigene Garderobe etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Am besten funktioniert das mit folgenden Schritten:

  • Hole alle Kleidungsstücke aus dem Schrank heraus. Nicht schummeln, wirklich alle!
  • Jetzt kannst du sie sortieren: Befinden sich darunter schon Teile, die deine Fashion-Inspirationen unterstreichen? Perfekt, dann räume sie zurück in den Schrank.
  • Alle Teile, die du gerne trägst, darfst du ebenfalls zurücklegen. Denke dabei auch an Basics, die sich schnell und einfach kombinieren lassen (z.B. Jeans, einfarbige Shirts, Streifenshirts, Pullover etc.)
  • Schrankleichen, die du schon ewig nicht mehr getragen hast, werden aussortiert.
  • "Vielleicht"-Kandidaten solltest du zunächst in einer Kiste verstauen. Wenn du sie in den nächsten Monaten nicht vermisst – weg damit! Falls du keine Zeit oder Lust auf Flohmarkt hast, kannst du die Teile auf Portalen wie Kleiderkreisel verkaufen, sie verschenken oder spenden. 

Outfit mit blauer Pedal Pusher von Closed und roten Loafern

3. Kauf mit Köpfchen

Auch wenn dir dein Kleiderschrank jetzt ein wenig leer erscheint, solltest du nicht sofort die Onlineshops nach neuen Platzhaltern durchforsten. Erfreue dich lieber an der Übersichtlichkeit, denn so wird es dir viel schneller gelingen, ein schönes und stimmiges Outfit zu kreieren. Shoppen darfst du natürlich trotzdem weiterhin, allerdings solltest du dabei immer deine aktuelle Garderobe im Hinterkopf behalten. Denke beim Einkaufen zum Beispiel in Outfits. Kannst du das neue Teil gut zu deinen alten kombinieren? Passt es zu den anderen Stücken im Kleiderschrank?

Selbstverständlich kannst du auch auf einzelne Statement Pieces oder Trendteile setzen – denke allerdings daran, dass diese den kleineren Teil deiner Garderobe ausmachen sollten. Bestücke sie lieber erst mit qualitativ hochwertigen und gut sitzenden Basics, die den Grundstock eines jeden Outfits bilden. Erst dann kommen einzelne Lieblingsteile hinzu, mit denen du besagte Basics aufpeppen oder einen ganz individuellen Look kreieren kannst. Ich spare zum Beispiel derzeit auf einen Gürtel von Gucci … 

4. Lass dir helfen

Vielleicht hast du Punkt eins und zwei jetzt schon hinter dir, Punkt drei will dir aber trotzdem nicht so recht gelingen? Das macht nichts, aller Anfang ist schließlich schwer. Mode ist etwas, das Spaß machen sollte, und wenn man das Thema zu verkrampft angeht, spiegelt das leider meistens auch der Look wieder. Zum Glück gibt es da ein paar Lösungen: Schnapp dir zum Beispiel eine (modeaffine) Freundin und geht gemeinsam shoppen. Zusammen kann so eine Tour sehr unterhaltsam werden und ihr bekommt immer direkt eine zweite Meinung. 

Auch eine professionelle Stilberatung ist eine gute Möglichkeit, um den eigenen Geschmack zu finden. Bei Onlinediensten wie Zalon von Zalando kannst du ganz einfach einen Fragebogen ausfüllen, dich kostenlos von den Stylisten beraten lassen und anschließend über deine individuell zusammengstellte Box mit potenziellen Lieblingsteilen freuen. Klingt einfach – und das ist es auch.

Outfit mit Poncho von Edited the label

5. Bleib dir treu

Du hast deinen Modestil beziehungsweise eine Richtung gefunden und fühlst dich wohl damit? Dann bleib dir treu. Wenn dein Kleiderschrank lediglich Sachen beinhaltet, die du gerne trägst, wird sich das nicht nur positiv auf deine Nerven, sondern ebenfalls auf dein Bankkonto auswirken. Jede Saison die Garderobe umzustellen, ist nämlich anstrengend und teuer. Natürlich kannst du zwischendurch immer wieder mal etwas Neues ausprobieren, denn sonst würde es irgendwann ja auch ziemlich langweilig. Oft funktioniert das aber auch mit einer neuen Kombinationsmöglichkeit, einem schicken Accessoire oder einem hübschen Lippenstift, anstatt mit einem übervollen Warenkorb. 

Fotos: Katja Hentschel

– In freundlicher Zusammenarbeit mit Zalon – 

FÜR SPÄTER PINNEN

Collage mit Anleitung, um eigenen Modestil zu finden

2 Kommentare

  1. Toller Post. Mein Stil erfindet sich ständig neu, das “Grundgerüst” bleibt zwar das selbe, dennoch probiere ich auch immer wieder gerne Neues aus. Das ist auch das tolle an der Mode! 🙂

    Alles Liebe,
    Verena
    whoismocca.com

    PS: Hast du Lust bei meiner Fashion-Challenge mitzumachen? Ich würde mich freuen! <3

    • Liebe Verena,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Die Fashion-Challenge klingt spannend. Ich bin derzeit noch in Vietnam unterwegs, wäre im März aber gern dabei. Ich freue mich schon auf das neue Thema (:

      Bis dahin, liebe Grüße
      Sonja

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