Reisen mit Baby // Unsere Packliste für Südostasien

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Ich würde Moritz und mich durchaus als erfahrene Südostasienreisende bezeichnen. Wir waren mehrfach in Thailand, Indonesien, Kambodscha, Malaysia und Vietnam unterwegs. Was unbedingt in unseren Koffer muss und was getrost zu Hause bleiben kann, wissen wir inzwischen also ziemlich gut. Momentan befinden wir uns jedoch mitten in der Planung für unsere große Elternzeit-Reise und plötzlich ist vieles anders.

Wir waren zwar noch nie als typische Backpacker unterwegs, aber stellen uns natürlich trotzdem die Frage, welche Destinationen und Hotels sich gut für eine (Langzeit-)Reise mit Baby eignen und welche Orte vielleicht doch nur für uns als Paar gepasst haben. Und obendrein sind wir schon seit Monaten auf der Suche nach dem richtigen Travel-Equipment für den Kleinen, schließlich unterscheidet sich seine Packliste von der unseren dann doch sehr deutlich.

Momentan schwanken wir zwischen Möglichst leichtes Gepäck und Haben wir auch wirklich alles, was Leander braucht? Dabei geht es gar nicht mal um viel Kleidung, Windeln oder Babynahrung, sondern vor allem um Dinge, die den Transport und die Sicherheit vor Ort gewährleisten. Mittlerweile steht unsere Reiseausstattung so weit und ich lasse euch heute gern daran teilhaben. Nach unserer Rückkehr wird es sicherlich nochmal ein Update geben, ob wir alles gebraucht haben oder was unnötig war. Los geht’s mit unserer Packliste für den Mini!

Transport

Bugaboo Ant Reisebuggy

Wir haben lange überlegt, ob wir überhaupt einen Buggy mitnehmen, uns dann aber aus mehreren Gründen dafür entschieden. Allen voran die Hitze, denn sowohl Leo als auch wir halten es bei 30 Grad mit Trage nicht dauerhaft aus. Auch wenn wir ihn nicht ständig im Wagen herumfahren werden, so kann er darin seinen Mittagsschlaf halten oder auch beim Abendessen schon mal schlummern. Bei meinen bisherigen Reisen habe ich den Wagen außerdem oft genutzt, um Gepäck darin zu transportieren, während Leander in der Trage saß. Buggy oder nicht ist nach meinen Recherchen eine sehr individuelle Entscheidung und nicht jeder braucht ihn auf seinen Reisen – wir fühlen uns aber wohl damit.

Nicht zuletzt, weil wir mit dem Bugaboo Ant den perfekten Begleiter für Leander gefunden haben. Der neue Reisebuggy hat uns in vielerlei Hinsicht überzeugt. Er wiegt lediglich 7,2 Kilo, geht zusammengeklappt im Flieger als Handgepäck durch und ist trotzdem sehr stabil, was bei schlechten Straßenverhältnissen nicht unerheblich ist. Außerdem lässt sich der Sitz sowohl in als auch gegen die Fahrtrichtung wenden, sodass wir Leo vor viel Trubel abschirmen können, aber trotzdem bequem unterwegs sind. Dank Liegefunktion, die komplett flach ist, eignet sich der Bugaboo Ant auch schon für Babies. Weitere Pluspunkte: Das Sonnendach lässt sich mit einem Reißverschluss erweitern und mit dem durchgehenden (und höhenverstellbaren) Griff kann man den Buggy auch einhändig schieben. Perfekt, wenn die andere Hand noch einen Koffer ziehen muss.

Der Bugaboo Ant ist ab Anfang September im Handel erhältlich.

Ergobaby Adapt Cool Air Mesh Babytrage

Auf eine Trage möchten wir unterwegs dennoch nicht verzichten, denn wir sind uns durchaus bewusst, dass die Straßenverhältnisse nicht immer ideal sind oder bei Ausflügen viele Treppenstufen warten (yay!). Wir nutzen seit Leo etwa drei Monate alt ist fast täglich die Ergobaby Adapt, die ihr sowohl vor dem Bauch, auf dem Rücken und der Seite tragen könnt. Für das elastische Tragetuch wurde er langsam zu schwer und für uns war diese Trage eine praktische und bequeme Alternative.

In weiser Voraussicht auf die Reise haben wir uns schon damals für eine Trage aus Mesh entschieden, weil sie atmungsaktiver ist und bei Leander die Luft durch den Netzstoff am Rücken auch zirkulieren kann. Da ich keinen direkten Vergleich habe, kann ich nicht genau sagen, ob das wirklich so ist. Ich weiß allerdings, dass andere Familien auf dünnen Tragetuchstoff schwören, auch in tropischen Gefilden. Ich muss sagen: Bei 30 Grad im Schatten schwitzen wir mit der Trage bei jeglichem Stoff – hier solltet ihr also einfach selbst ausprobieren, was für euch am bequemsten ist. Leo war in unserem Mesh-Modell jedenfalls immer nur an den Stellen mit Körperkontakt klamm, nicht an seinem Rücken.

Faltbarer Kindersitz von Urban Kanga

Auch was einen Kindersitz betrifft, scheiden sich im Netz die Geister. Nachdem ich beim südoastasiatischen Fahrstil allerdings schon mehrfach um mein Leben gebangt habe, ist ohne Sitz zu reisen für mich keine Option (das gilt übrigens auch für den hiesigen Straßenverkehr). Zum Glück kann Leander seit einigen Wochen von allein sitzen und ist ohnehin groß genug, sodass wir um den sperrigen Maxi Cosi herumkommen. Wir haben uns für den faltbaren Kindersitz von Urban Kanga entschieden, der in einschlägigen Foren immer wieder empfohlen wird. Er lässt sich in der Mitte einfach zusammenklappen und kann in der dazugehörigen Transporttasche verstaut werden, wir werden ihn wohl in eine Hälfte des Koffers packen. Der Urban Kanga eignet sich für Kinder zwischen 9 und 18 Kilogramm, ist geprüft und zertifiziert nach dem europäischen Sicherheitsstandard ECE R44/04 und wiegt nur 3 Kilo. Da wir selbst kein Auto haben und nur Carsharing nutzen, ist er für uns auch im Alltag super praktisch. Ebenfalls, wenn der Kleine mal von Oma und Opa abgeholt wird.

Wickeltasche von Mara Mea

Ebenfalls meine täglichen Begleiter, seit Leander auf der Welt ist: die liebste Windeltasche und Wickeltasche von Mara Mea. Ich finde sie nicht nur unheimlich schön, sondern wegen der vielen Funktionen auch unheimlich praktisch, denn sie ist Shopper, Rucksack, Umhänge- oder Kinderwagentasche zugleich. Außerdem hat sie jede Menge Fächer, u. a. ein wasserabweisendes Fach für Schmutzwäsche und ein gepolstertes Laptopfach, was super im Alltag, aber auch auf der Reise ist. Das Innenfutter kann man herausnehmen und die Tasche anschließend auch ohne Wickelutensilien, Gläschen und Fläschchen nutzen. Es gibt sie in super vielen schönen Farben und Mustern. Bei Mara Mea solltet ihr ohnehin mal vorbeischauen. Das faire, nachhaltige Label kommt aus Berlin und im Shop findet ihr jede Menge wunderschöne Umstandsmode (die Kleider sind ein Traum!) sowie niedliche Accessoires rund ums Baby.

Schlafen

Reisebett von Deryan

Auch beim Reisebettchen haben wir hin- und herüberlegt. Schließlich kann Leander auch bei uns im Bett schlafen oder wir könnten in den meisten Unterkünften ein Babybett dazubuchen. Der Aufpreis summiert sich bei einer so langen Reise aber recht schnell und mit unserem eigenen sind wir einfach flexibler. Wir möchten uns gerne die Option offen halten, abends im Hotel auch mal zu zweit zu essen oder einen Drink an der Bar zu nehmen. Würde er bei uns im Bett liegen, hätte ich keine Ruhe, weil er hinausfallen könnte. Also haben wir uns die leichteste Variante herausgesucht und uns für die Baby Luxe von Deryan entschieden.

Der Clou: Das Bettchen funktioniert genauso wie ein Wurfzelt und ist somit innerhalb von Sekunden aufgebaut. Obendrein wiegt es gerade mal 1,2 Kilo, ist klein und kompakt und daher eine super Alternative zu den schweren, handelsüblichen Reisebetten. Außerdem kann man es mit einem Reißverschluss komplett schließen, wodurch Leo gleichzeitig vor Mückenstichen geschützt ist – super praktisch in Asien. Einzig die Luftmatratze finde ich etwas hart und lege ihm immer noch eine weiche Decke mit hinein oder schaue, dass das Bettchen auf einem weichen Teppich steht. Momentan schläft er sogar bei uns zu Hause darin, weil er sich mit seinem Gitterbettchen nicht anfreunden mag und die kleine Höhle scheint ihm besser zu gefallen. Bei dem günstigen Preis definitiv eine super Investition. Als Babyphone nutzen wir übrigens die App Babyphone 3G.

Schlafsack aus Baumwoll-Musselin von aden + anais

Einen Schlafsack wollte ich eigentlich gar nicht mitnehmen, bin aber kürzlich auf einem anderen Blog über die tollen Musselin-Modelle von aden + anais gestolpert. Der Baumwollstoff ist super luftig und weich, sodass er selbst bei wärmeren Temperaturen angenehm auf der Haut liegt. Wir schlafen in Asien normalerweise nicht klimatisiert, allerdings habe ich mit Kindern mehrfach den Tipp gelesen, wegen der Mücken auch nachts die Klimaanlage ein wenig anzulassen und die Kids dafür lieber in einen langen Schlafanzug oder Schlafsack zu stecken, um die Haut zu bedecken. Klingt für mich sinnvoll und werde ich deshalb auch so umsetzen. Das atmungsaktive von Modell von aden + anais ist hier ganz sicher eine gute Wahl.

Tragbares Nachtlicht von NUK

Das tragbare Nachtlicht von NUK fand Leander schon toll, als er wenige Wochen alt war. Erst hat er ihm nur hinterhergeschaut und irgendwann konnte er es selber greifen und damit spielen. Ich habe es immer zum Stillen genutzt, weil es nicht zu viel, aber durchaus genug Licht abgibt, sodass Moritz nicht jedes Mal wach wird. Leider haben wir es beim letzten Urlaub in einem Hotel vergessen und ich habe eine Weile überlegt, werde es aber doch wieder nachkaufen, denn Leo kann es als Nachtlicht auch noch lange nutzen. Pluspunkt: Das Licht wird mit dem mitgelieferten Kabel aufgeladen und kommt ohne Batterien aus.

Mücken- und Sonnenschutz

Ballistol Stichfrei Kids und Squitos Mosquitos Repellent Pflaster

Eine der Sachen, vor der ich beim Reisen mit Kind definitiv am meisten Respekt habe. Bisher sind wir zwar ebenfalls mit Mückenschutz gereist, waren aber doch eher leichtsinnig unterwegs und haben uns nur sporadisch eingesprüht. Diesmal ist das natürlich etwas anderes und wir werden wesentlich verantwortungsvoller mit dem Thema umgehen. Für Leander nach ausgiebiger Recherche und Beratung im Tropeninstitut im Gepäck: Ballistol Stichfrei für Kids, das von seinen Inhaltsstoffen auch für Babys geeignet ist. Außerdem die natürlichen Anti-Mücken-Pflaster von Squitos, die 100 Prozent natürlich wirken. Kann man auf die Kleidung, den Kinderwagen, das Babybett etc. kleben. Von beiden Produkten habe ich bisher nur Gutes gelesen.

UV-Kleidung und Badewindel für den Strand

Sonnencreme wird unser ständiger Begleiter sein, aber für den Pool und Strand habe ich zusätzlichen Schutz für Leander besorgt: ein langärmeliges UV-Shirt mit LSF50 und einen Sonnenhut. UV-Kleidung gibt es auch als Einteiler oder mit langen Beinen, da er aber noch eine Windel trägt, fand ich es einzeln praktischer. Für untenrum haben wir eine Badewindel aus Stoff von Bambino Mio sowie eine Badeshorts mit UV-Schutz und integriertem Windeleinsatz von Sterntaler.

Mineralische Sonnencreme

Auch hier lässt sich streiten, ob man Babys im ersten Jahr eincremen sollte oder nicht. Ich halte Sonnenschutz für wichtig und creme alle sichtbaren Stellen deshalb ein – vor allem, wenn Leander in der Trage sitzt. Im Kinderwagen lasse ich ihn einfach unter dem Sonnendach. Bisher haben wir mineralische Sonnencreme von Weleda verwendet, die weißelt aber sehr und ist auch nicht ganz einfach zu verteilen. Von der Sonnencreme von das boep sowie von eco Naturkosmetik habe ich bisher nur Gutes gehört, denn sie sind ebenfalls mineralisch, sollen aber nicht weißeln. Ansonsten werden wir für ihn helle, lange und luftige Kleidung kaufen, damit seine Haut nicht direkt der Sonne ausgesetzt ist.

Und sonst?

Zwei Dinge, die in keine der Kategorien passen, aber trotzdem in den Koffer wandern:

Manueller Zwiebelschneider für Brei

Diesen Tipp habe ich irgendwann in einer Reisegruppe gefunden und gebe ihn gerne an euch weiter. In dem Beitrag ging es darum, ob man für mehrere Wochen Gläschen oder lieber einen Pürierstab für Brei mitschleppt. Die Empfehlung: Ein manueller Zwiebelschneider (z. B. hier), in dem man Obst und (gegartes) Gemüse relativ fein häkseln kann. Momentan interessiert sich Leander sowieso noch nicht wirklich für Essen, aber bis zur Reise sieht das sicherlich schon anders aus. Da die Qualität der Gläschen vor Ort etwas schwierig sein soll, ist mir der Zwiebelschneider da deutlich lieber. Beim Essengehen kann man einfach nach püriertem Obst, Gemüse etc. für die Kleinen fragen.

Ohrstöpsel mit Filter für den Druckausgleich

Ein Produkt, das wir mal von anderen Eltern empfohlen bekommen haben lange bevor wir selbst welche waren, aber das ich mir trotzdem gemerkt habe: Ohrstöpsel für den Druckausgleich. Sie wurden speziell entwickelt, um das Ohr vor schnellen und starken Veränderungen des Luftdrucks zu schützen, ein integrierter Druckregulierer verlangsamt die Druckveränderungen vor dem Trommelfell. Die Ohrstöpsel von Sanohra Fly sind für Kinder ab einem Jahr geeignet und ich bin gespannt, ob sie wirklich halten, was sie versprechen.

Das sind unsere Travel Essentials für Transport, Sicherheit, Schlafen und Co. Was meint ihr: Viel zu viel oder alles gut? Ich bin gespannt auf eure Tipps!

Teaserbild: Tevei Renvoyé on Unsplash

 

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