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Ostseestrand // 5 Tipps für deinen perfekten Kurztrip

Als wir am Sonntag nach einem gemeinsamen Abendessen im Auto zurück von der Ostseeküste saßen, hat mein Kumpel Willy ganz treffend festgestellt: “Sowas sollte man eigentlich viel öfter machen!” Dem konnten wir anderen natürlich nur zustimmen, denn so ein paar Tage am Meer zaubern nicht nur einen gesunden Teint, sondern pusten auch den Kopf mal wieder so richtig frei. Nicht mal der Gedanke an meine blöde Masterarbeit konnte mir die Stimmung vermiesen, so schön war das. Und mal ganz ehrlich – gerade von Berlin aus ist es bis zur Ostsee nur ein Katzensprung und wenn man dort campt vor allem auch recht günstig. Einfach das Zelt eingepackt, auf die Autobahn Richtung Rostock und zack! – schon ist man da. Egal wie, die Reise lohnt sich, denn hinterher ist man nicht nur um ein paar Mückenstiche, sondern auch um viele schöne Erinnerungen reicher. Deshalb gibt’s heute einen kleinen Guide für den perfekten Kurztrip zum Ostseestrand:

1. Transportmittel finden

Zug, Mietwagen oder Mitfahrgelegenheit? Ist alles problemlos möglich. Am Wochenende hatten wir das Glück, dass viele unserer Freunde ein eigenes Auto haben, so dass wir uns ganz entspannt dort einquartieren konnten. Wer selbst planen muss, dem empfehle ich folgende Möglichkeiten:

– Restplatztickets bei L’TUR sichern:
Kleiner Geheimtipp: Eigentlich kosten ICE-Tickets nach Rostock von Berlin aus zwischen 41 und  56 Euro. Bei LTUR gibt es an den Randzeiten oft günstige Restplatztickets. Je nach Uhrzeit kann man zwischen 5 und 40 Euro sparen!  Allerdings müsst ihr in diesem Fall etwas spontan sein, da die Tickets erst ab einer Woche vor Fahrtantritt gebucht werden können. Nach Rostock fährt man – je nach Verbindung – übrigens rund drei Stunden.

Mit dem Bahnanbieter GoEuro kommt man von Rostock aus in 40 Minuten für rund 3 € direkt nach Dierhagen, wo wir am Wochenende gezeltet haben. Sowohl mit Bus als auch Bahn kommt man von Rostock aus aber recht schnell zu verschiedenen anderen Campingplätzen in der Gegend.

Robbe mieten:
Ein Auto mieten wir meistens, wenn wir mit unserem Hund über’s Wochenende unterwegs sind. Bei 3 bzw. 6 Tickets für die Hin- und Rückfahrt ist selbst L’TUR dann nämlich recht teuer. Ein PKW (Fiat Panda) bei Robben & Wientjes in Berlin kostet von Freitag- bis Montagmorgen und 1200 Freikilometern rund 71 € plus Vollkasko und Sprit. Mit Hund auf jeden Fall die entspannteste Art, zu reisen und wer will, kann ja auch noch ein paar Reisegefährten mitnehmen – das spart nicht nur Geld, sondern man macht auch noch neue Bekanntschaften.

Lifestyle Auto Renault

2. Campingplatz suchen

Je nachdem, wie groß die Reisegruppe ist, ist es sicherlich am schönsten, einfach vor Ort einen Campingplatz zu suchen. So sieht man direkt, ob es einem dort gefällt, wie weit es bis zum Strand ist oder wie Dusche und Toiletten aussehen. Im Sommer sind viele Plätze allerdings ausgebucht und es lohnt sich, vorher anzurufen. Wir waren am Wochenende im Ostseecamp Dierhagen. Der Platz ist sauber und schön, allerdings kommt es eben drauf an, wohin man mit seinem Zelt verwiesen wird. Am Rand des Platzes ist es natürlich schöner als inmitten der Dauercamper. Sollte man mit seinem Platz so gar nicht zufrieden sein, ist ein Wechsel aber sicherlich irgendwie möglich, zumindest in einer kleinen Gruppe. Von dort aus war man übrigens in rund 15 Minuten zu Fuß am Ostseestrand.

Generell solltet ihr darauf achten, dass die Bahn-/Bushaltestelle vom Ostseebad eurer Wahl nicht zu weit weg ist, man hat ja schließlich doch ein wenig Gepäck dabei. Auch Supermarkt und ggf. ein Geldautomat in der Nähe sind nicht schlecht. Wer lieber vorher plant: Der ADAC Campingführer hat alle Plätze in der Übersicht.

Lifestyle Ostseecamp DierhagenFoto: Ostseecamp Dierhagen

3. Das richtige Zelt 

Nach einigen Jahren Festival-Erfahrung muss ich sagen: Ein gutes Zelt ist wirklich was wert! Bis im letzten Jahr haben Moritz und ich immer im 3-Mann-Iglu-Zelt gecampt, was mit relativ großem Vorzelt schon okay war. Allerdings wird man ja bekanntlich nicht jünger und da wir das Zelt sowieso oft nutzen, haben wir uns gerade im Decathlon am Alexanderplatz ein neues Modell von Quechua gekauft, in dem man nicht nur beim Anziehen stehen, sondern auch entspannt mit Stühlen und kleinem Tischchen im Vorzelt sitzen kann. Wer gerne auf Festivals fährt kennt das vielleicht: Wenn es einfach nicht aufhören will zu regnen und man keinen Pavillon hat, ist so ein großes Zelt ein willkommener Unterschlupf. Außerdem kann hier das ganze Gepäck problemlos und trocken verstaut werden und es gibt sogar Haken für Handtücher oder Lampen. Es lässt sich übrigens auch zu zweit super leicht aufbauen. So wird der Kurzurlaub auch ohne Hotel ziemlich bequem!

lifestyle_zelt_quechua

4. Noch mehr Equipment

Was ich außerdem empfehlen kann, ist eine gute Luftmatratze. In den letzten Jahren habe ich immer auf meiner selbstaufblasbaren Isomatte geschlafen, so richtig bequem ist die auf Dauer aber nicht – vor allem, wenn man eine ganze Woche unterwegs ist. Deshalb haben wir uns auch hier mal nach etwas Neuem umgesehen und sind ebenfalls bei Decathlon fündig geworden: Die Doppelluftmatratze von Quechua ist super bequem und lässt sich dank integrierter Luftpumpe direkt aufpumpen. Wenn man nicht die ganze Zeit auf dem Boden sitzen möchte, bieten sich auf jeden Fall auch ein paar Campingstühle und für die Verpflegung natürlich ein Campingkocher an – auch wenn die Fischbrötchen an der Strandpromenade richtig lecker sind …

Ebenfalls wichtig: Schlafsack, Handtücher, Taschenlampe, Wasserkanister und Kleingeld zum Duschen.

Unsere Nachbarn haben übrigens bewiesen, dass Campen auch geschmackvoll funktioniert. Das werde ich mir für’s nächste Mal definitiv merken!

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5. Pack’ die Badehose ein!

Nachdem die Grundvorbereitungen getroffen wurden, können wir dann zum besten Teil der Fahrt kommen. Der Strand in Dierhagen ist wunderschön – vom feinen Sand für die Sonnenanbeter und Sandburgenbauer über Volleyballfelder für die Sportlichen bis zu Abschnitten für Vierbeiner ist hier alles zu finden. Ich habe die Zeit endlich mal genutzt, um meine Magazine fertig zu lesen und mir dabei die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Wichtig: Eincremen nicht vergessen! An der Ostsee weht zwar immer ein herrliches Lüftchen, das einen die knallende Hitze gern mal vergessen lässt, dafür kommt der Sonnenbrand aber viel schneller als man denkt. Überaus praktisch sind deshalb übrigens auch Strandmuscheln, die schützen nicht nur vor der Sonne, sondern halten gleichzeitig den Wind ab.

Checkliste abgehakt? Dann steht dem Ostsee Kurztrip nichts mehr im Weg!

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