5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Familienalltag

Lillydoo Green im Watch Me Grow Design

– Anzeige – in freundlicher Zusammenarbeit mit LILLYDOO – 

Puh. Ein Kleinkind an das Thema Nachhaltigkeit heranzuführen, habe ich mir definitiv einfacher ausgemalt. Es ist aber auch alles zu spannend: “Wieso sollte das Wasser nicht die ganze Zeit laufen, während ich in der Wanne spiele?”, denkt Leander sich dann vermutlich. Und: “Na, wenn Mama den Hahn ständig zudreht, drehe ich ihn eben wieder auf!” Schönes Spiel.

Manche Dinge muss man in bestimmten Phasen vielleicht einfach akzeptieren. Auch wenn ich regelmäßig mein schlechtes Gewissen herunterschlucke, wenn Leo mal wieder in der ganzen Wohnung die Lampen anmacht und diese unter gar keinen Umständen (!) wieder ausgemacht werden dürfen. Aber das wird auch vorbeigehen – vermutlich schneller als mir lieb ist.

Also übe ich mich in Geduld und schreibe euch derweil meine Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Familienalltag auf. Denn die können wir als Eltern trotzdem umsetzen – selbst mit Kleinkind in der Autonomiephase. Los geht’s!

1. Das Badezimmer plastikfrei gestalten

Während meines Studiums habe ich zwei Jahre lang bei einem Hersteller für “nackte”, plastikfreie und feste Kosmetikprodukte gearbeitet. Seitdem ist unser Badezimmer nahezu plastikfrei und das lässt sich im Alltag auch ganz einfach umsetzen. Schmeißt eure aktuellen Produkte jedoch nicht einfach weg, sondern braucht sie erst auf und tauscht sie nach und nach gegen grünere Alternativen aus.

Festes Seifenstück

Bei uns gibt es zum Beispiel seit Jahren nur noch feste Seife, feste Badezusätze und auch festes Haarshampoo. Dekorative Kosmetik kaufe ich in Glas- oder Aluminiumgefäßen, Duschgel und Co. manchmal auch aus recyceltem oder Bio-Kunststoff. Es gibt Zahnbürsten aus Holz, waschbare Abschminkpads aus Baumwolle und plastikfreie Wattestäbchen. Feuchttücher verwenden wir beim Wickeln nur unterwegs und setzen zu Hause auf Waschlappen. Auch im Bereich Pflegeprodukte für Kinder hat sich in den letzten Jahren viel getan und sogar in der Drogerie bekommt ihr jede Menge Alternativen ganz ohne Plastik – schaut beim nächsten Einkauf einfach mal genauer hin.

2. Kinderkleidung gebraucht kaufen und verkaufen

Längst kein neuer Tipp, aber dafür ein unheimlich wichtiger: Auf Kinderflohmärkten oder Onlineplattformen bekommt ihr massenweise, oft neuwertige Kinderkleidung zum kleinen Preis. Besonders im ersten Babyjahr war ich alle paar Wochen auf dem Flohmarkt, weil Leander gefühlt über Nacht aus seinen Sachen herausgewachsen ist. Es machte also gar keinen Sinn, viel Geld in neue, teure Kleidung zu investieren. Bodies bekommt ihr dort oft schon für einen Euro, und auch Shirts, Hosen und Co. kosten häufig nicht mehr als drei Euro. Handeln erlaubt!

Jedoch soll es hier ja nicht (nur) um den finanziellen Aspekt gehen. Ich denke, welch großen Einfluss die Textilindustrie auf die Umwelt hat, brauche ich den meisten von euch nicht zu erklären. Statistiken von Greenpeace zufolge ist sogar schon der Second-Hand-Markt aufgrund von Fast Fashion und unseres Massenkonsums total übersättigt und die Mengen an Textilien können zum Teil nicht mal mehr recycelt werden. Also: Gebrauchte Kleidung kaufen und nach dem Aussortieren entweder für das Geschwisterchen aufheben, im Freundeskreis verleihen bzw. verschenken, darüber informieren, wo gerade Spenden gebraucht werden oder eben selbst auf dem Flohmarkt bzw. online verkaufen. Das gilt auch für Spielsachen, Bücher oder sogar Kinderzimmermöbel.

Übrigens ein weiterer Pluspunkt an Second Hand: Die meisten Stücke sind schon mehrfach gewaschen und deshalb viel besser für die empfindliche Babyhaut.

3. Windeln gibt es auch plastikneutralisiert

Bei Windeln machen wir keine Experimente mehr und von Anfang an hat sich LILLYDOO bei uns aus verschiedenen Gründen bewährt: Leander hat sehr empfindliche Haut und deshalb war es mir wichtig, Windeln ohne Duftstoffe oder Lotionen zu verwenden. Die hat er schon als Baby super vertragen und das ist jetzt immer noch so. Auch das Abo hat uns vom Beginn an überzeugt. Unser Alltag ist ohnehin schon stressig genug – da bin ich froh, mir um den Windelvorrat keine Gedanken zu machen und sie nicht von der Drogerie in den dritten Stock schleppen zu müssen, denn ein Auto haben wir nicht (noch ein Punkt für mehr Nachhaltigkeit im Alltag).

Doch zurück zu den Windeln. Mit LILLYDOO green geht das Unternehmen jetzt den nächsten Schritt und hat vor kurzem die erste plastikneutralisierte Windel Europas entwickelt. Doch was ist das genau? Ihr könnt euch das Ganze ungefähr so vorstellen, wie die CO2-Kompensation von Flügen. Die in der Windel enthaltene Plastikmenge wird aber nicht nur kompensiert, sondern LILLYDOO sammelt 10 Prozent mehr Plastik ein, als eigentlich im Produkt enthalten ist. Dafür arbeiten sie mit einer renommierten Plastic Bank zusammen, die in Ländern wie Haiti, Indonesien, den Philippinen, Brasilien und Ägypten das Sammeln sowie Recycling von Plastikabfällen koordiniert und somit einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen eine Einkommensquelle bietet.

Lillydoo Green mit Papierverpackung

Was kann LILLYDOO green noch?

  • Das LILLYDOO green-Abo wird CO2-neutral nach Hause geliefert, also werden auch die durch den Versand verursachten Emissionen ausgeglichen.
  • Für die Windel wird so wenig Plastik wie möglich verwendet, auch die FSC® zertifizierte Papierverpackung reduziert Plastikmüll.
  • Der Windelkern besteht aus ungebleichtem Zellstoff, bleibt aber so saugstark wie gewohnt und genauso weich wie bei allen anderen LILLYDOO Windeln. Auch die green-Variante ist ohne Parfüme und Lotionen.
  • Verfügbar in Windelgröße 1 bis 7 (Design Watch Me Grow) und Windelgröße 3 bis 6 (Design Up, Up And Away).

Wir testen die neuen LILLYDOO green Windeln seit etwa einem Monat und konnten in puncto Saugfähigkeit und Hautfreundlichkeit keinerlei Unterschied zur normalen Variante feststellen. Die Qualität ist für uns die gleiche und hat sich bisher genau so bewährt. Auch die Designs sind mindestens ebenso schön, schlicht und minimalistisch wie immer. Einziger (riesiger) Unterschied: Wir wickeln jetzt mit gutem Gewissen.

Wenn ihr euch selbst von LILLYDOO green überzeugen möchtet, dann könnt ihr euch hier das kostenlose Testpaket nach Hause bestellen und zahlt nur die Versandkosten.

4. Mülltrennung von Anfang an zeigen

Seit etwa einem halben Jahr findet Leander es spannend, bei gewissen – und natürlich ausgewählten – Dingen im Haushalt zu helfen. Auch wenn Strom- und Wassersparen nicht dazu zählt, so ist er inzwischen quasi Profi in der Mülltrennung. Auf spielerische Weise konnten wir ihm dazu schon einiges beibringen, zum Beispiel: “Die Kartoffelschalen kommen in den kleinen Mülleimer”, “die Plastikverpackung kommt in den großen Mülleimer” und “die Pappe kommt in den Beutel an der Tür”. Das sortiert er inzwischen super gern (und stolz) und hilft seinem Papa auch immer fleißig dabei, den Müll in den Hof hinunter zu tragen oder die Glasflaschen zum Container zu bringen. Größtes Highlight dabei: Wenn die Müllabfuhr kommt und die Tonnen ausleert. Dabei würde er am liebsten stundenlang zusehen.

5. Bewusst mit Lebensmitteln umgehen

Dieser letzte Punkt ist ein weites Feld, denn es gibt so vieles, auf was man bei Lebensmitteln achten kann. Dies beginnt natürlich schon beim Kauf. Ich bin ganz ehrlich: Ausschließlich Bio gibt es bei uns nicht, aber wir haben immer eine Mischung aus herkömmlichen und Bioprodukten. Außerdem kaufen wir Obst und Gemüse überwiegend regional und saisonal – Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich bin mittlerweile seit 14 Jahren Vegetarierin und Leander ist in einem vegetarischen Kinderladen. Gemeinsam mit Moritz isst er bei uns zu Hause ein- bis zweimal pro Woche Fleisch oder Fisch. Außerdem holen wir Brot und Brötchen beim Bäcker im Kiez und besuchen regelmäßig unseren Wochenmarkt. Unser nächstes Projekt ist eine Bio-Kiste von einem Bauernhof in Brandenburg. Am liebsten hätte ich noch ein kleines Beet, um Leander zu zeigen, wie und wo Gemüse und Co. wachsen. Vielleicht erfüllt sich dieser Traum nach unserem Umzug …

Verschiedene Gemüsesorten

Wir kochen jeden Tag frisch, planen die Gerichte für die Woche meistens einmal durch und kaufen entsprechend ein. Für uns hat sich das besser bewährt, als dreimal die Woche in den Supermarkt zu gehen – spart außerdem nicht nur Nerven, sondern auch Zeit. Bei einem Großeinkauf bleiben dann zwar auch noch ein paar Reste übrig, aber die verplanen wir dann für die nächste Woche oder verarbeiten sie spontan. Für diese “Resteküche” gibt es inzwischen sogar schon tolle, kreative Kochbücher. Apropos Reste: In Deutschland werden pro Sekunde (!) 313 Kilo Lebensmittel weggeworfen. Auch wir Einzelnen haben die Verantwortung, zur Verringerung dieser Zahlen beizutragen. Bei uns bleibt zwar auch fast immer etwas übrig, aber das essen wir dann am nächsten Mittag oder frieren es ein.

Dies sind nur einige Punkte von vielen, die euch als kleine Anregung für mehr Nachhaltigkeit im Familienalltag dienen sollen. Wir sind weit weg von perfekt und uns gelingt das alles mal mehr und mal weniger gut. Aber ich finde, auch kleine Schritte sind gute Schritte und vor allem solche in die richtige Richtung. Wie sieht das bei euch aus? Was setzt ihr bereits um und was nicht? Wie integriert ihr das Thema Nachhaltigkeit in eurem Alltag mit Kids? Ich bin gespannt, welche Tipps ihr für mich habt!

 

 

 

 

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