Berlin Fashion Week // 5+1 Fair Fashion Favoriten aus dem Greenshowroom

Kollektion von Cossac Studio im Greenshowroom Berlin

Dieses Jahr habe ich es während der Fashion Week mal richtig ruhig angehen lassen. Eigentlich war ich bloß im Kraftwerk Berlin unterwegs, habe die #FASHIONTECH Konferenz besucht und bei der Gelegenheit auch gleich ein bisschen im Greenshowroom gestöbert. Dort zeigten über 40 internationale Labels nachhaltig produzierte und ökologische Mode, die schon längst nicht mehr nach ausgeleierten Leinensäcken aussieht – sogar ganz im Gegenteil. Die Schwerpunkte der Messe liegen auf veganer Mode, also Kleidung aus rein natürlichen oder synthetischen Stoffen – sowie Ressourceneffizienz und innovativen Recycling-Konzepten in der Modeindustrie. Meine Favoriten zeige ich euch heute im Überblick!

Mori Collective

Als die berühmte Knopfhose von Adidas in meiner Kindheit voll im Trend war, durfte ich leider keine haben. Dafür habe ich mir letztes Jahr ein etwas schickeres Modell bei & Other Stories gekauft und im Greenshowroom eine Variante entdeckt, die beide Vorgänger nochmals übertrifft: Eine Knopfhose aus kuscheligem Samt und in wunderschönen Farben! Das Label Mori Collective stammt aus Finnland und wurde von den beiden Freundinnen Tytti & Jenni gegründet. Ihr Ziel ist es, nachhaltige Lösungen zu finden, um stilvolle Kleidung mit Werten zu entwerfen und produzieren, die die Umwelt und auch die Menschen, die in die Herstellung involviert sind, respektieren. Ihre Kollektionen sind von Natur, Geometrie, Symbolik und hochwertigen Materialien inspiriert. Bei der Auswahl achten sie auf organische, wiederverwendbare oder recycelte Materialien wie Bio-(Baum-)Wolle, Viskose oder recycelte Textilien.

Hosen von Mori Collective im Greenshowroom Berlin

Jungle Folk

Bei den heißen Temperaturen, die auch während der Fashion Week herrschten, hat mich außerdem sofort diese hübsche Leinenshorts von Jungle Folk angelacht – Mini-Tagtraum von einer Safari durch Afrika inklusive. Jungle Folk steht für zeitlose und nachhaltige Kleidung mit hoher Qualität. Designerin Pauline Treis kreiert klassische Lieblingsteile, die zu jedem Anlass kombinierbar sind und saisonübergreifend Freude machen. Die Handwerker*innen und Näher*innen stammen aus Medellin in Kolumbien und arbeiten dort in kleinen Werkstätten. Auch viele Frauen verdienen bei Jungle Folk ihr Geld, um ihre Kinder und Familien zu ernähren. So ermöglicht das Label eine nachhaltige Entwicklung mit den Arbeiter*innen vor Ort, erhöht ihr Einkommen und verbessert ihre Fähigkeiten. Jungle Folk verwendet nur nachhaltige und zertifizierte Materialien wie Bio-Baumwolle, Seide, Leinen und Wolle.

Leinenhose von Jungle Folks im Greenshowroom

Fremdformat

Super schön fand ich außerdem den ausgefallenen Schmuck von Fremdformat. 
Die beiden Schmuckdesignerinnen arbeiten hauptsächlich mit industriellen Materialien, die als Reste in der metallverarbeitenden Industrie anfallen und dadurch Unikate mit einzigartigem Charakter entstehen lassen. Vergoldete Elemente sind aus Recycling Gold bzw. Silber, auf Edelmetalle und -steine aus fragwürdiger Herkunft wird komplett verzichtet. Außerdem bezieht Fremdformat seine Rohmaterialien hauptsächlich von lokal ansässigen Produzent*innen, um Ressourcen bewusst und umweltschonend zu nutzen.

Schmuck von Fremdformat im Greenshowroom 2018

Ethletic

Längst keine Neuheit auf dem nachhaltigen Schuhmarkt, dennoch möchte ich euch Ethletic nicht vorenthalten. Wer ohnehin auf Chucks steht und auf eine faire Variante umsteigen möchte, ist bei diesem Label goldrichtig aufgehoben. Die Sneaker sehen nämlich nicht nur super aus, sondern unterstützen auch eine gerechte Bezahlung, anständige Arbeitsbedingungen und freiwillige Prämien für soziale Projekte. Obendrein sind Ethletics vegan und kommen komplett ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Die verwendeten Rohstoffe stammen aus Anbaugebieten, in denen der Lebensraum von Tieren nicht durch Monokulturen und Raubbau gefährdet wird. Das Label verarbeitet ausschließlich Bio-Baumwolle und Naturkautschuk aus nachhaltigem Plantagenanbau – ohne Pestizide oder giftige Chemikalien.

Cossac

Bei Cossac hätte ich am liebsten die ganze Kleiderstange mit nach Hause genommen, so gut hat mir die Kollektion gefallen. Die hübschen Teile werden von Agatka Kozak in London entworfen und in Europa hergestellt. Im Fokus steht das minimalistische Konzept von Capsule Kollektionen mit modernen Schnitten und neu definierten Basics. Nachhaltig entworfen und ethisch produziert, sollen die Teile so zeitlos und saisonübergreifend sein, dass Verschwendung minimiert wird. Transparenz, Nachhaltigkeit und soziale Belange stehen bei der Produktion von Cossac im Mittelpunkt. Verwendete Materialien sind zum Beispiel Bio-Baumwolle oder Tencel, alle Stoffe sind ethisch, organisch oder umweltfreundlich.

Kollektion von Cossac Studio im Greenshowroom Berlin

Der blaue Traum

Vielleicht habt ihr euch gefragt, was die ‘+1’ im Titel soll? Das kann ich euch sagen: Im Greenshowroom habe ich mich in ein wunderschönes Kleid verliebt, aber leider das falsche Schild abfotografiert, sodass ich es blöderweise keinem Label mehr zuordnen kann. Zeigen möchte ich es euch aber trotzdem – denn vielleicht war ja sogar jemand von euch im Kraftwerk unterwegs und kann mir sagen, um welches Brand es sich dabei handelt? Voilà, hier ist das blaue Träumchen:

Kleid im Greenshowroom Berlin 2018

 

 

 

 

 

 

 

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