Frankreich im Winter // 5 schöne Ausflüge an der Atlantikküste

Porträt am Strand von Capbreton an der Atlantikküste

– Anzeige // Im La Grande Terrasse Hotels & Spas haben wir auf Einladung übernachtet –

Ich war bereits als Kind und Jugendliche unzählige Male in Frankreich, aber auch mit Moritz ist unser schönes Nachbarland zu unserem liebsten gemeinsamen Urlaubsziel geworden. Klarer Favorit war (und ist) bisher die Provence und wir kommen jedes zweite Jahr wieder, um die traumhafte Landschaft, das leckere Essen und die malerischen Bergdörfchen zu bestaunen. Als wir während unseres Elternzeit-Trips kurzfristig beschlossen haben, nach Europa zurückzukehren, stand das Ziel also sehr schnell fest. Bloß: Etwas Neues wollten wir sehen. Unsere Wahl fiel deshalb auf einen Roadtrip. Vom Baskenland über die Vendée bis hoch in die Bretagne und anschließend über die Provence wieder zurück. Im Februar nicht gerade die typischste Route, vor allem, wenn man noch Temperaturen aus Südostasien und Australien gewöhnt ist. Dennoch eine Erfahrung, die ich allen Frankreichliebhaber*innen ans Herz legen möchte, denn auch während dieser Jahreszeit ist das Land unbedingt eine Reise wert. Heute zeige ich euch unsere fünf schönsten Ausflugsziele an der Atlantikküste im Winter (und natürlich auch in allen anderen Jahreszeiten …).

1. Biarritz und Le Rocher de la Vierge

Offiziell gestartet haben wir unsere Tour übrigens auf der spanischen Seite des Baskenlandes in Bilbao. Ebenfalls ein wunderschönes Städtchen, aber dazu kommt später noch ein gesonderter Beitrag mit vielen Tipps. Von dort aus sind wir weiter nach Frankreich gefahren und haben uns ein Häuschen in Angresse gemietet. Das Örtchen befindet sich in Nouvelle-Aquitaine, im Südwesten Frankreichs und ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge sowohl ins französische als auch spanische Baskenland. Einen der schönsten Tage hatten wir in Biarritz. Nicht nur das Städtchen an sich ist hübsch anzusehen und es gibt viele kleine Boutiquen und Feinkostläden; es ist außerdem direkt am Wasser gelegen und auch wenn es kalt war, konnten wir hier bei schönstem Sonnenschein einen kleinen Spaziergang machen.

Ich empfehle euch einen Besuch beim Rocher de la Vierge, dem Jungfrauenfelsen, der als Wahrzeichen des Seebades Biarritz gilt. 1864 wurde die Marienstatue als Schutzheilige für die Fischer auf der Spitze eines Felsvorsprungs im Meer angebracht, Napoléon III. hatte wenig später die Idee, sie durch eine Brücke mit dem Festland zu verbinden. Dieser Plan wurde 1887 von Gustav Eiffel in die Tat umgesetzt. Heute ist der Felsen ein beliebter Aussichtspunkt bei Tourist*innen und Einheimischen und gerade bei Sturm, wenn die großen Wellen auf die Felsen treffen, ist an dem Ort eine ganz besondere Stimmung. Wir durften dort übrigens einen  besonders magischen Moment erleben, denn als wir auf die Klippe kamen, saß dort ein Musiker am Klavier und spielte so wunderschön, dass mir kurz die Tränen kamen (Björn Gotschall, falls ihr mal schmulen möchtet). Davor haben wir in der Brasserie Tandem mit Blick aufs Meer noch eine große Portion Moules Frites verspeist – besser hätte der Tag nicht sein können!

2. Capbreton und La Plage de la Gravière

Zugegeben, das Örtchen Capbreton ist zwar sehr niedlich, im Winter gibt es dort allerdings nicht viel zu entdecken und es ist eher verschlafen. Viele Hotels, Pensionen und Gästehäuser haben geschlossen und ganz ähnlich sieht es auch bei den Restaurants aus. Lediglich vorne an der Promenade hatte Einiges geöffnet und man kann sich zum Beispiel ein paar frische Austern und ein Gläschen Wein gönnen. Zwischen 9 und 12 Uhr sowie 15 und 18 Uhr wird am Hafen außerdem täglich fangfrischer Fisch verkauft.

Was uns besonders gefallen hat, war ein Spaziergang am Strand, der direkt an den Ort angrenzt und so lang und breit ist, wie das Auge reicht. Wir waren am Abschnitt der Plage de la Gravière, haben uns den kühlen Wind um die Nase wehen lassen, Muscheln gesammelt (dort liegen riesige Schalen! Ein schönes Andenken für Zuhause …) und gemeinsam mit unserem Sohn Leander den mutigen Surfer*innen zugeschaut. Denn ja, selbst im Februar schrecken die Hartgesottenen nicht vor der Kälte zurück und stürzen sich in die Fluten. Und das gilt nicht nur für Wellenreiter*innen, in Biarritz und San Sebastian haben wir sogar Leute schwimmen sehen. Also für mich wäre das ja nichts …

3. Die Halbinsel Médoc und Le Phare de Richard

In den meisten Gegenden Frankreichs war ich im Laufe der Jahre schon unterwegs, das Médoc war jedoch gänzlich neu für mich. Die dreiecksförmige Halbinsel liegt im Südwesten Frankreichs. Mit Bordeaux an der südlichen Spitze ist die Region vor allem für den Weinbau bekannt – und an dem kommt man hier auch nicht vorbei. Alte Reben so weit das Auge reicht, dazwischen malerische Châteaus, von denen die meisten Führungen und Weinproben anbieten und dazu eine traumhaft schöne Landschaft. Inmitten der sanften Weinberge würde man nicht vermuten, in nur wenigen Minuten am Meer zu stehen und den Wellen zu lauschen. Genau das ist im Médoc aber problemlos möglich – für uns die perfekte Mischung.

Unser persönliches Highlight war ein Besuch am Phare de Richard, dem Leuchtturm von Richard. Er liegt in Jau-Dignac-et-Loirac, wurde 1870 in Betrieb genommen und war bis 1953 aktiv. Inzwischen wurde er restauriert und wird nur noch für Besichtigungen genutzt. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf die Flussmündung der Gironde, die aus der Verbindung der Dordogne und der Garonne hervorgeht und die größte Mündung Europas ist. Am Ufer führt ein schöner Weg entlang an kleinen bunten Fischerhütten. Ein Abstecher lohnt sich auch zur nahegelegenen Ferme Eau Médoc, hier gibt es nicht nur frische Austern, sondern auch Garnelen aus der Region. Daraus wurde eines der besten Abendessen, das Moritz uns auf der Reise gekocht hat. Apropos: Im Médoc gibt es viele hübsche Ferienhäuschen. Wir haben auf dem kleinen Hof von Cécile und Charly gewohnt, La Petite Prairie, ein schönes Haus mit großem Garten, Ziegen und Hühnern. Toll vor allem auch mit Kindern!

4. La Rochelle und La Grande Terrasse Hôtels & Spas Châtelaillon

La Rochelle ist meiner Meinung nach eines der schönsten Städtchen an der Atlantikküste und sowohl im Sommer als auch im Winter ein tolles Ausflugsziel. Ihr Wahrzeichen ist der Alte Hafen, der bereits im 13. Jahrhundert angelegt wurde und mit seinen drei Türmen schon von Weitem zu sehen ist. Den höchsten von ihnen, Saint Nicolas direkt an der Hafeneinfahrt, kann man sogar besichtigen. Hier hat früher der Stadthauptmann gewohnt. An der Promenade reihen sich kleine Restaurants und Brasserien aneinander, sogar im Februar saßen fast alle Gäste draußen in der Sonne und haben sich ihre Moules Frites schmecken lassen. Mit 12.500 Studierenden auf rund 76.000 Einwohner*innen ist La Rochelle übrigens eine sehr junge Stadt. In den Gassen der Altstadt gibt es jede Menge hübsche Boutiquen, sehenswert sind außerdem das Rathaus und besonders bei schlechtem Wetter das Aquarium. Mit seinen über 65 großen Becken gilt es als eines der schönsten Europas.

Wir hatten im Februar zwar wirklich Glück mit dem Wetter, aber Regen und Nasskälte gab es natürlich auch. Für solche Tage habe ich einen weiteren schönen Tipp für euch: einen Aufenthalt im Hotel La Grande Terrasse in Châtelaillon Plage. Hier haben wir es uns für zwei Nächte gut gehen lassen. Während draußen vormittags der Wind gepeitscht hat, saßen wir drin im wohlig warmen Wasser des hauseigenen Wellness-Bereichs und konnten durch die großen Fenster auf das stürmische Meer schauen. Neben einem beheizten Außen-Whirlpool, Sauna und Dampfbad könnt ihr im Spa auch Massagen, Kosmetikbehandlungen und Co. buchen. Für alle Treatments werden hochwertige Produkte von Nuxe verwendet.

Besonders schön war auch unser Zimmer mit Meerblick und Gartenzugang. Eher klein gehalten, dafür sehr kuschelig und mit den dunkelblauen und goldenen Akzenten vor allem sehr hübsch eingerichtet. Das gesamte Interieur des Hotels hat auf mich so gewirkt, als würden wir uns auf einem großen Schiff befinden. Am Nachmittag kam dann doch noch die Sonne raus und wir haben den großen Hotelgarten samt Treppe zum Wasser erkundet. Ein kleiner Weg führt entlang der Küste entweder in den Ort oder zu einer Kaimauer im Meer. Ganz in der Nähe haben wir einen Strand entdeckt, der von unzähligen wilden Austernschalen bedeckt war.

Den Abend haben wir bei einem Gläschen Champagner an der Bar und einem Abendessen im Hotelrestaurant Gaya ausklingen lassen. Hier wird frische Meeresküche nach dem Konzept von Sternekoch Pierre Gagnaire serviert. Absolut empfehlenswert: die großen Gambas mit Safranpolenta. Ein rundum schöner Aufenthalt!

5. Die Halbinsel von Crozon und La Pointe de Pen-Hir

In der Bretagne haben wir viele schöne Ecken besucht, aber ein Ausflugsziel möchte ich euch ganz besonders ans Herz legen: die Pointe de Pen-Hir. Das Kap mit seinen schroffen Felsformationen und dem spektakulären Rundumblick hat uns tatsächlich kurz die Sprache verschlagen. Während unter uns tosend die Wellen brachen, rauschte uns 70 Meter weiter oben der Wind um die Nase, über uns kreisten die Möwen und wir konnten nur dastehen und staunen. Die vorgelagerten Felsen machen das Naturschauspiel umso eindrucksvoller. Weitere Aussichtspunkte wie die Pointe du Raz, kilometerlange Strände und malerische Wanderwege durch den “Parc Naturel Régional d’Armorique” machen die Halbinsel Crozon zu einem absoluten Highlight in der Bretagne. Auf unserem Roadtrip hat uns die Region sogar so sehr gefallen, dass unser nächster Frankreichurlaub nicht, wie üblich, in die Provence geht, sondern in die Bretage und Normandie. Darauf freuen wir uns schon jetzt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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