Herz, Lifestyle
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Diary // Happy New Year!

Collage Neujahr

Im Zuge der Neujahrsvorsatzflut auf sämtlichen Social Media-Kanälen habe ich mich vorhin gefragt, ob ich eigentlich jemals einen ebensolchen gefasst habe. Und irgendwie kann ich mich daran nicht erinnern. Klaro, mit dem Rauchen aufhören und mehr Sport machen, das sind schon solche Dinge, aber keine, die mir zum Jahreswechsel einfallen, sondern immer mal wieder. Zum Beispiel nach einer durchtanzten Nacht, wenn man sich am nächsten Morgen fragt, wo die eigene Stimme geblieben ist und ob die Kopfschmerzen eigentlich mehr vom Bier oder den Zigaretten kommen. Oder wenn man drei Tage nach dem Pilateskurs immer noch Muskelkater hat. Wenn ich jedenfalls über Neujahrsvorsätze nachdenke, weiß ich gar nicht, ob sowas überhaupt notwendig ist, und gut. Neues Jahr, neues Glück – das verstehe ich schon und bin auch eine absolute Verfechterin von To Do-Listen, bloß eben nicht gleich für die nächsten 12 Monate. 

Versteht mich nicht falsch, Vorsätze und Ziele finde ich wichtig. Aber an sich hat man doch das ganze Jahr über dafür Zeit. 365 Tage sind es normalerweise, in diesem Jahr sogar noch einer mehr. So viele Gelegenheiten für neue Chancen, Glückseligkeiten und kleine oder große Erfolge. Den Traumjob finden, eine Seifenblasenmaschine basteln, Kinder kriegen, um die Welt reisen, Kettenkarussell fahren, Luftschlösser bauen, eine Tandemtour machen oder ganz einfach bedingungslos lieben. Mit Sicherheit werden auch weniger schöne Erlebnisse dabei sein, so ist das nun mal. Im Grunde genommen ist aber an jedem Tag alles möglich, ganz egal, welchen Vorsatz man an Silvester gefasst hat – oder auch nicht.

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Natürlich kann man sich all solche Dinge nur einmal im Jahr vornehmen, man kann sie sich aber auch immer wieder von Neuem vor Augen führen, bewusster durchs Leben gehen, jeden Tag. Ein langfristiger Planer bin ich sowieso nicht, ganz im Gegenteil. Meistens bekomme ich eher inmitten einer ruhigen Minute einen kleinen Panikanfall, was ich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten warum, wann, wie und wo alles noch tun muss. Aber das ist auch gut so, denn es weckt mich regelmäßig auf, wenn der Alltag Routine geworden zu sein scheint und das Leben für einen kurzen Moment lang in geordneten Bahnen läuft. So funktioniert das Ganze nämlich nicht, auch wenn man sich noch so sehr festlegt.

Neujahrsvorsätze, das sind oft bloß fixe Ideen, die man einmal im Kopf hat, und dann nie wieder – die genau deshalb auch gar nicht nachhaltig sein können, oder effektiv. Und überhaupt, sollte man nicht viel lieber mit positiven und hoffnungsvollen Gedanken ins neue Jahr hinüberschreiten, tanzend und lachend mit seinen Liebsten, ohne dabei Druck zu verspüren oder ein schlechtes Gewissen? Die Angst davor, sich gleich am nächsten Morgen in eine Diät stürzen zu müssen oder sein Leben anderweitig umzukrempeln, macht nämlich ganz und gar keine Lust auf kommende Zeiten. Es sind die kleinen Dinge und Ziele, die uns immer wieder antreiben und inspirieren und die wir erreichen können, ohne uns dabei selbst zu schaden. Happy New Year ♥

Detail Bluse und Weste

Linkes Bild der Collage via Tumblr

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