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Set des Monats // Durch den September mit Job Jobse

Lifestyle Blog Melt Job Jobse

Das neue Set des Monats hängt ebenfalls mit einer kleinen Anekdote von der Fusion zusammen. Das könnte daran liegen, dass ich es in diesem Jahr leider zu keinem anderen größeren Musikspektakulum geschafft habe. Nächstes Jahr wird das aber hoffentlich wieder anders. Doch kommen wir lieber zum Punkt: Leute, die berufsbedingt viel mit Veranstaltungen und Booking zu tun haben, neigen oftmals ein wenig dazu, etwas abzustumpfen – zumindest was manche Parties betrifft. Unser Kumpel Friedrich hat das Glück (oder Pech?) einer dieser Menschen zu sein. Wenn Frido also extra deshalb zu einem Festival fährt, um einen einzigen DJ zu sehen, dann will das schon was heißen. Genau das war in diesem Jahr auf der Fusion der Fall – Job Jobse hatte sich angekündigt.

Wir anderen haben ihn an diesem Nachmittag zum ersten Mal erlebt und auch zum ersten Mal von ihm gehört. Umso schöner war es, den Herrn aus den Niederlanden musikalisch endlich kennenzulernen. 80er-Jahre-Synthie-Sounds, Disco, Elektropop aus den 2000ern, Detroit Technobeats und Deephouse – es gibt eigentlich nichts, was Job Jobse in seinen Sets nicht verarbeitet. Kein Sound ist ihm zu „uncool“, kein Beat nicht „deep“ genug. „Kein Stil ohne Stilbruch“ könnte quasi sein Motto sein – und genau diese Unberechenbarkeit macht ihn so außergewöhnlich wie nur Wenige. Trotz der Abwechslung kann man wunderbar entspannt zu den Bässen tanzen, denn jeder Track scheint perfekt zum anderen zu passen. Kaum ein DJ hat einen vergleichbaren Flow, obwohl er so unterschiedliche Elemente einbringt. Kurz gesagt: Wir waren hin und weg.

Leider macht sich der junge Mann ziemlich rar – gerade mal vier Sets und Podcasts hat er in diesem Jahr bei Soundcloud hochgeladen. In Zeiten medialer Omnipräsenz wirkt das beinahe introvertiert. Wirft man aber einen Blick auf die Mitschnitte, wird schnell klar, von welcher Liga wir hier sprechen: Burning Man, Boiler Room, Resident Advisor … Besagtes Fusion-Set ist leider nicht mit dabei, das macht aber nichts, denn auch sein jüngster Beitrag vom Sleepless Floor auf dem Melt ist allererste Sahne. So weit ich mich erinnere, unterscheiden sich die beiden Sets zwar ziemlich voneinander, der Stil ist jedoch unverkennbar und vielleicht habt ihr es schon gemerkt – ein Groupie bin ich so oder so. Deshalb läuft das Sleepless Set bei uns jetzt auch schon seit Wochen rauf und runter und ich möchte es euch gar nicht länger vorenthalten. Viel Spaß!

Fotos: Job Jobse

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