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Diary // Von Hörbüchern und Badewannentagen

Collage mit Badewanne

Zum Glück gibt es sie nicht oft, diese Wochen, in denen man am Montag noch auf Wolke sieben schwebt und gleich danach geht es konstant bergab. Eigentlich ist es ja immer andersherum, niemand kann den Montag so richtig leiden und erst zum Ende der Woche hin fängt man so richtig an zu strahlen. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Wieso und weshalb die Tage nach unserer unglaublich schönen Hochzeitsfeier eher medium liefen, ist an dieser Stelle eigentlich gar nicht so wichtig. Viele kleine Gründe, die auf einmal zusammentrafen und sich anscheinend kurzerhand gegen mich verschworen hatten. 

Kaum zu glauben, aber am Freitag erreichte meine Stimmung dann endgültig den Tiefpunkt – da halfen weder Zuckerwattedrinks auf Refinery29 noch lustige #tgif's auf Instagram. Nachdem ich dann wegen kurzfristiger Besuchsankündigung für Samstag auch noch die Wohnung von oben bis unten aufräumen musste, wollte ich mich eigentlich nur noch im Bett verkriechen und bis Montag durchschlafen. Aber dann fiel mir etwas Besseres ein, um die Laune doch noch ein bisschen zu heben. 

Eigentlich musste ich nämlich nur kurz in den Flur laufen und einmal in den Kisten mit Hochzeitsuntensilien kramen, denn darin befanden sich noch die Reste unserer Candy Bar – und zwar gar nicht wenige. Also stelle ich mir kurzerhand eine Schnucketüte zusammen, fast so, als wäre ich mal eben kurz unten beim Späti gewesen, nur viel besser. Mit ebendieser und meinem Laptop bepackt begab ich mich dann ins Badezimmer, ließ mir eine Wanne inklusive Schaumberge ein und lauschte einem audible-Hörbuch. Eindeutig der beste Moment in einer blöden Woche. 

Die Auswahl war schnell getroffen, denn es musste auf jeden Fall etwas Lustiges her. Bei der Suche fiel meine Aufmerksamkeit direkt auf den etwas sperrigen Titel Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand – ein Roman des schwedischen Schriftstellers Jonas Jonasson. Ich erinnerte mich nämlich, wie meine Mama mir vor einiger Zeit von dem Buch berichtet hatte und erzählte, wie witzig sie es fand – also genau das Richtige für meinen betrübten Gemütszustand.

bett

Und das war es auch. Ich habe zwar nicht die ganzen drei Stunden in der Badewanne zugehört, sonst wäre ich vermutlich ziemlich verschrumpelt aus dem Wasser gestiegen, aber so hatte ich zumindest einen guten Grund, mich anschließend direkt für den Rest des Abends ins Bettchen zu kuscheln und dem Rest der Geschichte zu lauschen. Das Hörbuch ist eine wunderbare Erzählung über Freundschaft und Lebenslust, gespickt mit historischen Anekdoten à la Münchhausen, die noch dazu von der hr-Bigband begleitet wird, was mir als gebürtiger Kasselänerin natürlich doppelt gefällt. Am Ende des Hörspiels bin ich jedenfalls glücklich und zufrieden eingeschlafen, ganz so, als wäre in der Woche überhaupt nichts passiert …

Foto Collage: Toes von Basheer Tome, CC BY 2.0, bestimmte Rechte vorbehalten

– In freundlicher Zusammenarbeit mit audible –

2 Kommentare

  1. Liebe Sonja

    So ein schöner Beitrag! Ja, manchmal sind es die kleinen, selbstgeschaffenen Momente welche einen wieder auf die Beine stellen und glücklich machen. Das Buch ist tatsächlich richtig gut, ich habe es allerdings gelesen. Aber so ein Hörbuch hören – sollte ich auch mal wieder! 🙂

    Lieber Gruss
    Pascale

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