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Bali Restaurant Guide // Das beste Essen in Ubud und Jimbaran

Neben jeder Menge Strandspaziergängen, Bergwanderungen, Reisfeldausflügen, Schnorchelunternehmungen und Museumsbesuchen kann man auf Bali vor allem eines: gut essen. An jeder Straßenecke gibt es Warungs, Cafés oder Restaurants, die alles bieten, was das Herz oder besser gesagt der Bauch begehrt. Wir haben uns gefühlt durch die ganze Insel probiert und fast überall hat es grandios geschmeckt. Als Ergebnis haben wir nun viele schöne Empfehlungen im Gepäck, die ihr euch unbedingt für eure nächste Bali-Reise merken solltet. Los geht's:

Restaurants in Ubud

Ubud liegt im Dschungel im Herzen Balis und ist das kulturelle Zentrum der Insel. Wer sich jemals aufgemacht hat, die balinesische Kultur zu erforschen, ist zwangsläufig hier gelandet – und das seit Jahrzehnten. Dementsprechend hat sich hier über die Zeit ein Netz von Hotels und Restaurants entwickelt, das für jeden Geldbeutel das Richtige bietet. Vom Warung an der Ecke bis zum Weltklasse-Restaurant können das kleine Städtchen und seine Umgebung alles aufbieten. Der Mix aus Touristen, Aussteigern, Unternehmern und Traditionalisten ist das, was Ubud ausmacht. Das spiegelt sich nicht nur in der Athmosphäre der Stadt, sondern auch auf den Tellern seiner Restaurants. Man sagt, wer das wahre Bali erleben will, muss nach Ubud kommen, jedoch ist das anhand der Massen an Touristen, die durch die Hauptstraßen der Stadt wandern, immer schwerer zu glauben. Wenn es aber ums Essen geht, könnte die Aussage nicht wahrer sein. Hier kommt jeder Liebhaber voll auf seine Kosten.

The Sayan House

The Sayan House ist ein schickes kleines Restaurant etwas außerhalb von Ubud. Es liegt malerisch an einer der vielen Schluchten, die diese Gegend durchziehen. Die Athmosphäre ist gemütlich und locker. Hier wird nicht versucht, stylisch modern zu sein, wie in vielen anderen Restaurants auf der Insel. Es geht eher gediegen und bodenständig zu. Das merkt man sofort, wenn man das Restaurant vorbei an der Küche betritt und man von allen, die ihren Blick von der Arbeit lösen können, mit einem Lächeln begrüßt wird. Der Service ist sehr sympathisch, beinahe schon herzlich. Es ist eines dieser Restaurants, in das man geht und sich vollkommen wohlfühlen kann. Kein Druck, kein Zwang – einfach gemütlich sitzen und sehr gut essen.

Die Küche hat sich dem Fusion Food verschrieben, es gibt kulturelle EInflüsse aus allen Ecken und Enden dieser Welt mit einer Prise Bali obendrauf. So gab es ein extrem frisches Lachscarpaccio und ein Algenrisotto mit Muschel und Wasabi zur Vorspeise, was beides die Erinnerung an Sushi erweckte, trotz italienischer Aufbereitung. Und so ging es nahtlos weiter: Foie Gras Nigiri, Lachs mit Algengemüse, knusprig paniertes Lammkarree, Apfel- und Schokokuchen – alles war spitze und jeweils mit einer kleinen Anleihe aus einem anderem Teil der Welt. Es machte einfach richtig Spaß! Wer in Ubud unkompliziert sehr gut essen will, ist hier genau richtig.

The Sayan House, Jl. Raya Sayan No.70, Sayan, Ubud, Kabupaten Gianyar, Bali 80571

Foie Gras Nigiri im Restaurant Sayan House in Ubud auf Bali

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein von The Sayan House Ubud (@the_sayan_house) gepostetes Foto am

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pica

Für das Pica müssen wir auf jeden Fall eine Lanze brechen (Achtung, Wortwitz!). Der Laden ist schnell beschrieben: Klein aber sehr fein. Er liegt mitten in Ubud völlig unscheinbar versteckt zwischen anderen größeren Läden und hat vielleicht 14 Plätze (inklusive Terrasse). Es gibt Gerichte inspiriert von der südamerikanischen Küche – das allein ist schon etwas Besonderes, da es nicht um die typischen (spanischen) Tapas geht. Die Karte passt auf ein einziges Blatt, doch jedes einzelne Gericht ist großartig. Vor allem die aktuellen Tagesgerichte machen dieses Restaurant besonders. Bei uns das Highlight: Tintenfisch mit Chorizo und Fenchel – ein Gedicht. Doch auch die Ceviche, Pulpo mit Paprika, Snapperfilet und der südamerikanische Bohnensalat waren einfache klasse. Alle Gerichte sind handwerklich auf extrem hohen Niveau und schön präsentiert.

Der Service ist freundlich und aufmerksam und es geht eher wie in einer Kneipe zu, was jedoch keinesfalls negativ ist. Auch der Küchenchef kommt gerne mal am Tisch vorbei. Der kleine Laden hat Charme, bietet sehr gute Küche, eine feine Auswahl an Getränken und hat keine Ambitionen, sich an die Fine-Dining-Kultur der Insel anzupassen – und das trotzdem hier auf selben Niveau gekocht wird. Man fokussiert sich auf das was wirklich zählt: Das Essen auf dem Tisch. Dafür vernachlässigt man gern die feine Etiquette zum Wohle der wunderbar entspannten Atmosphäre. Und wäre das noch nicht genug, muss man sagen, dass alle Preise wirklich fair sind. Für uns ist das Pica der Geheimtipp der Insel und nach europäischen Maßstäben sicher irgendwo im Gault Millaut zu finden.

Pica, Jl. Dewisita, Ubud, Kabupaten Gianyar, Bali 80571

Teller im Restaurant Pica Ceviche im Restaurant Pica Oktopus im Restaurant Pica

Bridges

Das Bridges ist ein sehr stilvoller Laden mit mehreren Etagen an der alten Verkehrsbrücke in Ubud. Es beherrbergt eine Weinstube (oben), eine Bar (unten) und im Zentrum das Restaurant. Von allen Ebenen aus hat man einen wunderbaren Blick auf das kleine Flusstal und die Brücken – wenn man das Glück hat, in den ersten Reihen platziert zu werden. Wenn man in der Bar einen Aperitiv zu sich genommen hat, kommt man über verwinkelte Treppen hinauf in das Restaurant.

Dieses bietet auf seiner Karte größtenteils edle Klassiker. Alles ist extrem professionell aufbereitet und von guter Qualität. Jakobsmuscheln mit Spargel, Baramundifilet auf Kartoffelpüree, Dreierlei vom Lamm – alles war wirklich super. Man mag das Rad hier nicht neu erfinden, aber die Küche weiß, was sie tut. Der Service war großartig – unauffällig aber sehr aufmerksam. Alles in allem war es ein gelungener Abend in einem wirklich schönen und sehr professionell geführten Lokal. Die Location an sich ist schon einen Umweg wert, die gute Küche tut ihr übriges.

Bridges, Jl. Raya Campuhan, Ubud, Kabupaten Gianyar, Bali 80571

Cocktail und Lammkarrée im Restaurant Bridges in Ubud
Außenansicht Brudges in Ubud
Unteres Foto: Bridges

Locavore

Das Locavore vorzustellen und beschreiben zu wollen ist ebenso schwierig wie sinnlos. Kurz gesagt: Geht hin. Geht einfach hin. Wenn ihr auf Bali ein einziges Restaurant zur Auswahl hättet – nehmt dieses. Es wurde als einziges Restaurant Indonesiens auf die Liste der 50 besten Restaurants in Asien gewählt. Es ist mit Abstand das Beste, was das Land und die Insel zu bieten haben. Es ist ein Erlebnis, sich durch das Menü und die korrespondierende Getränkebegleitung zu probieren. Es gibt Geschmäcker, die hat man noch nie zuvor erlebt – und welche, die man nie wieder so erleben wird. Das Locavore ist genau das Restaurant, um diese Erfahrungen zu machen.

Ich frage mich heute noch, wie dieses warme Wasser so unglaublich intensiv nach Tomate schmecken konnte, als wäre man in Mama Miracolis Soßentopf gefallen. Das sogenannte standout-dish ("Tomato: Bloody Mary sorbet, cherry tomato, sea salt infused with celery leaves, hot tomato consomme") ist wirklich einmalig – und das ist nur einer der vielen Gänge ins Glück, die man hier erleben kann. Spinattempura? Makrele in Beerensud? Süßes Porridge mit Entenei? Kohl mit Vanille? Hier werdet ihr ein unvergessliches Erlebnis haben.

Der Service ist tadellos, die Größen der Gänge und Getränke perfekt abgestimmt, die Aromen fliegen einem nur so um die Ohren. Selbst nach elf Gängen fühlt man sich hinterher pudelwohl, weil jeder einzelne von Ihnen genau dosiert und ein Erlebnis für sich war – und das sag ich als zierliche Frau. Man kann sich übrigens zwischen einem vegetarischen und einem Fisch- und Fleischmenü entscheiden. Klar wie Kloßbrühe, dass dieses Restaurant nach europäischen Maßstäben Sterneniveau hat, nach unser bescheidenen Meinung mindestens 2. Das Locavore ist das mit Abstand beste Restaurant Balis und verdient jedes erdenkliche Lob.

Locavore, Jl. Dewisita No.10, Ubud, Kabupaten Gianyar, Bali 80571

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Sari Organik

Das Sari Organik befindet sich etwas außerhalb des Zentrums von Ubud inmitten der angrenzenden Reisfelder. Mein Bruder war bereits vor einigen Jahren auf Bali und hat mit das kleine Restaurant empfohlen, das ihr übrigens am besten zum Sonnenuntergang besucht. Man erreicht es nur zu Fuß oder per Roller über einen romantischen Weg, der sich von Ubud aus gen Norden schlängelt.

Alles, was hier auf den Tisch kommt, ist selbst angebaut und durch und durch Bio. Die Karte ist groß und hat mehr etwas von einem Imbiss. Das gute Gewissen, was man beim Verspeisen hat, wiegt aber vieles wieder auf. Das Sari Organik ist Treffpunkt für Touristen und Aussteiger, die sich in den umliegenden Yoga Hütten eine Auszeit nehmen. Als kleiner Ausflug von Ubud aus ist der Laden ideal – manchmal ist nämlich der Weg das Ziel.

Sari Organik,  Jl. Subak Sok Wayah, Tjampuhan, Ubud, Kec. Gianyar

Ausblick Sari Organic in Ubud Essen im Sari Organic in Ubud

Restaurants in Jimbaran

Jimbaran liegt an einer großen Bucht südlich des Flughafens der Insel. Was sich zunächst ziemlich ungemütlich anhört, ist einer der lauschigsten Plätze, die wir auf unserer Reise kennengelernt haben. Es ist bei Weitem weniger touristisch als Nusa Dua mit seinen Resortanlagen und nicht so hektisch und gedrängt wie Seminyak oder Ubud. Der Strand eignet sich wunderbar zum Baden und ist viel entspannter als an anderen Stellen der Insel. Man muss jedoch dazu sagen, dass Jimbaran weder kulturelle Schätze beherbergt, noch mit einer großen Einkaufstraße auftrumpfen kann. Die meisten Unterkünfte liegen in einem Streifen zwischen Strand und Hauptverkehrsstraße zwischen Nusa Dua und Denpasar. Durch die Nähe zum Flughafen ist der Strand (zu ihrem Pech) zusätzlich oft nicht erste Wahl der meisten Reisenden. Klingt nach schlechten Vorrausetzungen für gute Restaurants in der Gegend? Weit gefehlt!

Cuca

Das Cuca ist wohl das interessanteste Restaurant in Jimbaran. Es setzt auf ein ungewöhnliches Raumkonzept und einen wunderschönen Garten. Auf der Speisekarte stehen hier erneut Tapas und Fusion Food Gerichte. Die Karte ist übersichtlich, doch es ist für jeden etwas dabei. Kreativität wird hier groß geschrieben, daher gibt es viel zu entdecken. Was aus der Küche kommt ist handwerklich extrem gut gemacht und hat alles einen gewissen Pfiff. Pulled Pork, Oktopus, Räucherfisch, Ceviche mit Melonensorbet, Soft Shell Crab und Jakobsmuscheln schwankten von solide bis sehr gut.

Der Service war sehr zuvorkommend und organisiert wie ein Uhrwerk. Man muss diese Art der Bedienung mögen – es fehlt einem an nichts, jedoch könnten manche es als unentspannt empfinden. Seine große Stärke spielt das Cuca im Garten aus, dort findet man super bequeme Tische auf viel Raum und mit stylischer Beleuchtung. Während man im Innenraum die Tische mit Vorhängen trennt, um Privatsphäre zu schaffen, ist das durch den großen Garten draußen gar nicht nötig.

Cuca, Jl. Yoga Perkanthi, Jimbaran, Kuta Sel., Kabupaten Badung, Bali 80364

Teller im Cuca Jimbaran
Restaurant Cuca in Jimbaran 
Unteres Foto: Cuca

Made Bagus Cafe

Wer in Jimbaran ist, muss unbedingt ein Dinner am Meer zu sich nehmen. Man sitzt direkt mit dem Tisch am Strand (wenn die Flut kommt sogar mit den Füßen im Wasser), isst gegrillten Fisch und schaut in den Sonnenuntergang. Was so romantisch klingt, wird täglich von hunderten Touristen wahrgenommen. Man is(s)t nie allein. Es gibt drei verschiedene Abschnitte am Strand, an denen abends das Dinnerschauspiel stattfindet, jeweils mit 10-12 Grillbuden, die ihre Tische herausstellen. Leute kommen teilweise sogar mit Bussen angereist, um das zu erleben. Es hört sich befremdlich an, aber diese Massenaufläufe am Strand machen durchaus Laune – und zwar dann, wenn das Essen stimmt.

Das Made Bagus Cafe ist eine der unzähligen Grillbuden – und die beste noch dazu. Wer gutes Seafood mag, wird diesen Ort lieben. Es gibt hier Sparmenüweise gegrillten Fisch, Muscheln, Tintenfisch, Garnelen, Hummer und Langusten satt – sogar inklusive Getränke. Für circa 25 Euro pro Mann kann man sich hier den Bauch vollschlagen mit allem, was der indische Ozean hergibt. Der Service ist fix und vergleichsweise freundlich, die Aussicht ist super und das Essen für den Preis unschlagbar. Wer hier nicht Seafood gegessen hat, hat Jimbaran nicht erlebt. Idealerweise man kommt weit vor oder nach Sonnenuntergang – sonst ist es einfach zu voll.

Kleiner Tipp: Bei den Stranddinnern laufen meistens balinesische Bands von Tisch zu Tisch und spielen verschiedene Klassiker. Am besten immer etwas Trinkgeld dabeihaben und nicht nur eine Kreditkarte – sonst könnte es peinlich werden … 

Made Bagus Cafe, Jl. Four Season, Jimbaran, Pantai Muaya, Kuta Sel.

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Sundara

Das Sundara ist neben dem Cuca die Toplocation in Jimbaran. Es gehört zum Four Seasons Hotel, ist aber vom Gelände unabhängig am Strand platziert. Am Tag ist es ein wunderbarer Beach Club mit Liegen und eigenem Pool mit Blick auf die Bucht von Jimbaran, am Abend wandelt es sich in einen der schönsten Dinner Spots der ganzen Insel.

Das Essen ist durch die Bank sehr gut. Egal, ob Gemüsetempura, Lachs Sashimi, Rib-Eye Steak oder Apfelstrudel – es gab nichts auszusetzen. Die Cocktailauswahl war groß und die Umsetzung eines Four Seasons würdig. Man saß einfach toll in diesem stylischen Laden mit dem Blick aufs Meer, während man sich überlegte, nicht vielleicht doch noch ein Stück Kuchen oder Torte der hauseigenen Bäckerei zu naschen. Wäre es nicht unser letzter Abend gewesen, hätten wir hier sicher noch einen Tag am Pool verbracht.

Sundara, Hotel Four Seasons Resort Bali, Jalan Bukit Permai, Jimbaran, Kuta Selatan, Bali 80361

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Fotos: Sundara

Was gibt es zu beachten? Getränke, Garderobe, Geld

Wer in Bali Essen gehen möchte, sollte die eine oder andere Sache vorher bedenken, schließlich ticken die Uhren in Indonesien ein wenig anders – selbst im Feriengebiet. Der Einfluss von Australien und der von Europa sehr verschiedene Servicegedanke der Insel, tun dabei ihr Übriges. Als Grundregel gilt vor allem eins: denkt ans Tisch reservieren! Sowohl zum Mittag aber vor allem beim Abendessen ist es auf der Insel üblich sich anzukündigen. Was beim Lunch oft noch unkompliziert ist, löst am Abend garrantiert pikierte Blicke aus – wenn nicht schlimmeres. Doch es gibt noch mehr zu beachten. Egal, ob Getränkewahl, Garderobe oder Zahlungsmittel, auf folgende Dinge solltet ihr euch einstellen:

Getränke

Als erstes wäre da die Sache mit dem Alkohol: Ja, es gibt welchen, so viel steht fest. Was jedoch nicht aus Indonesien oder den Inseln selbst kommt, unterliegt extrem hohen Steuern. Das hat auf ein gutes Essen natürlich seine Auswirkungen:

Wein

Das passende Fläschchen Wein wird auf Bali oft zum Problem – zumindest dann, wenn man den europäischen Standard gewöhnt ist. Die günstigsten Flaschen gehen bei 30 Euro los und sind die Eigenerzeugnisse von Bali und den umliegenden Inseln. Diese kann man durchaus trinken, mit der Qualität europäischer Erzeugnisse können sie jedoch nicht mithalten. Die nächste Kategorie setzt dann bei ca. 60 Euro an. Das sind meist Weine aus Australien, Neuseeland, Chile und Argentinien. Als Europäer mag es etwas schwer fallen, dabei etwas passendes für den Preis zu finden. Oft ist man einfach nicht bewandert genug. Weine aus Europa sind generell selten und dann auch recht teuer. Eine Flasche für 100 Euro aufwärts ist keine Seltenheit.

Dazu gesellt sich noch ein weiteres Problem: Neuere Jahrgänge findet man auf Bali so gut wie nie. Zu unserer Reisezeit (April 2016) war der jüngste Weißwein, den wir finden konnten, von 2014 – weitaus üblicher war jedoch 2012! Ob dies an den höheren Preisen für die jüngeren Weine oder an der Zeit für den Import per Schiff liegt, ist schwer zu sagen. Fakt ist jedoch, als Europäischer (Weiß-)Weintrinker muss man sich in Indonesien umstellen.

Wir als Weißweinliebhaber haben die Erfahrung gemacht, dass man mit australischen Chardonnays sehr gut fahren kann – selbst in den älteren Jahrgängen. Rotweintrinker haben es etwas leichter in der Auswahl. Alle müssen sich aber mit der balinesischen Faustregel für Wein auseinandersetzen: Je älter desto teurer. Macht das Sinn? Natürlich nicht. Wer will schon einen 6-7 Jahre alten Sauvignon Blanc trinken? Trotzdem werdet ihr genau so einen Wein für 400 Euro aufwärts auf so ziemlich jeder Karte finden.

Wein
Foto via Unsplash

Bier

Das indonesische Bintang wird nach Pilsener Brauart gefertigt und ist qualitativ eines der besten Biere Asiens. Wer also gerne ein Bier zu seinem Essen trinkt, kommt auf Bali sehr günstig (2-3 Euro) auf seine Kosten. Vor allem zum Lunch eine gern genommene Alternative.

Zwei Flaschen Bintang Bier

Cocktails

Es gibt zwei Sorten Cocktails auf Bali – Originale und die Arak Version. Arak ist ein rumähnliches Gebräu, was in Indonesien hergestellt wird und als Ersatz verwendet werden kann. Der Geschmack ist etwas eigenwillig und die Qualität oft schwer abzuschätzen, doch es taugt für manchen Cocktail durchaus. Die Arak Cocktails liegen im Schnitt bei 5 Euro. Die originalen Cocktails sind mit dem importierten Spirituosen aus aller Welt und dementsprechend teurer (8-10 Euro). Viele Restaurants bieten als Alternative zum Wein auf die Speisen abgestimmte Cocktails an oder mindestens eine Auswahl, die zum Essen passen könnte. Bei den Weinpreisen auf Bali haben wir hin und wieder gerne auf die Cocktails zurückgegriffen – die Kreativität der lokalen Barkeeper kennt oftmals keine Grenzen. Je nachdem, wo man sich befindet ist die begleitende Cocktailauswahl zum Menü oft besser, als jeder Wein, den man auf der Insel finden könnte. So bietet unter anderem das beste Restaurant der Insel, das Locavore, seine Getränkebegleitung fast ausschließlich in Cocktails an, lediglich wenige Gänge kommen mit Wein. Cocktails sind auf Bali also nicht zwingend trauriger Ersatz, sondern manchmal durchaus Teil des Kunstwerks. 

Cocktail im Locavore

Garderobe

In den meisten Restaurants auf Bali herrscht ein gewisser Dresscode. Am besten informiert ihr euch darüber auf der Website des jeweiligen Ladens. So gut wie immer werden Tanktops und Flipflops (vor allem bei Herren) ausgeschlossen, genauso wie mit Alkoholmarken bedruckte Kleidung. Wer also direkt vom Strand zum Lunch will, muss sich etwas überziehen. Ein Sarong für Frauen sowie Hemd und Slipper für Herren reicht meistens aus. Abends achten viele Restaurants außerdem auf lange Hosen bei Herren, was bei permanent 30 Grad natürlich nicht ganz angenehm ist – eine leichte Leinenhose eignet sich aber wunderbar. Frauen haben es etwas einfacher bei der Kleiderwahl, sollten sich aber ebenfalls entsprechend schick kleiden.

Geld

Auf Bali zahlt man wie in ganz Indonesien mit Rupiah. Die Preise in den Restaurants werden meist in Tausendern angegeben. Das bedeutet: Wenn auf der Karte für ein Bier 25 Rupiah vermerkt sind, werden am Ende 25.000 Rupiah fällig, was umgerechnet 1,70 Euro entspricht. Durch die hohen Zahlen und die extrem breite Aufteilung der Banknoten (zwischen 1.000 IDR und 100.000 IDR) ist die Gefahr sehr hoch, schnell durcheinander zu kommen. Da streckt man dem Kellner leicht mal 20 Euro mehr hin als eigentlich geplant. Dasselbe gilt u. a. für Taxifahrer. Man sollte also idealerweise anstatt mit Bargeld immer mit Kreditkarte zahlen, das ist auf der Insel sowieso das üblichste Zahlungsmittel in Restaurants.

Auf der Rechnung werden auch immer Steuern und Servicepauschale ausgewiesen, die meist noch zusätzlich zu den Preisen in der Karte aufgerechnet werden. Man gibt also kein zusätzliches Trinkgeld – versucht man es doch, wird man zumeist entgeistert angeschaut. Balinesen sehen das auch nicht als Würdigung ihrer Leistung, eher im Gegenteil. Am besten zahlt man einfach alle Rechnungen mit Karte. Einmal Nummer eingeben und man ist fertig, ohne ihn ein Fettnäpfchen zu treten oder sich bei der Umrechnung zu vertun.

Transport

Viele Hotels und Restaurants bieten einen Shuttleservice an, den man unbedingt nutzen sollte. Nicht nur kann man so den Abend und das entsprechende Bierchen sorgenfrei genießen, sondern man entgeht auch dem höllischen Verkehr auf Balis Straßen. Wir konnten manchmal gar nicht glauben, was da auf den Straßen vor sich geht. Doch auch Taxis sind gute Transportmittel, wenn es zum Abendessen gehen soll. Innerhalb eines Ortes kommt man meist mit 5 Euro für die Fahrt aus. Achtet unbedingt darauf, dass das Taxi einen Taxameter hat und fragt den Fahrer vor der Fahrt, wieviel es ungefähr kosten wird. Das mag für viele ungewöhnlich erscheinen, doch damit spart man sich schon vorher vielen Ärger, weil man weiß, was auf einen zukommt und umentscheiden kann, sobald die Summe einem merkwürdig erscheint. Zu empfehlen sind vor allem die Blue Taxis, die offiziellen Taxis auf Bali. In Nusa Dua, Kuta und Seminyak gibt es diese so gut wie überall – in Ubud wiederrum nur kaum. Dort fragt man am besten nach einem Fahrer vom Hotel oder eben des entsprechenden Restaurants. 

 

Hier gehts weiter zum nächsten Teil:

Bali Food Guide // Nusa Dua, Seminyak und Nusa Lembongan

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Bali Restaurant Guide für Ubud und Jimbaran

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